Akkutausch in 3 Minuten: Tesla bekommt harte Konkurrenz aus China

Nio kommt nach Deutschland: Der chinesische Elektroauto-Hersteller will ab 2022 seine E-Autos auch hierzulande anbieten. Gegen den größten Trumpf von Platzhirsch Tesla soll ein cleveres System zum Akkutausch in 3 Minuten helfen.

Der derzeit wohl größte Vorteil von Tesla ist das gut ausgebaute Netz an Ladesäulen. Beinahe überall finden sich die „Supercharger“, die ein zügiges Aufladen der Batterie im E-Auto ermöglichen. Da können Konkurrenten (noch) nicht mithalten – aber müssen sie das überhaupt? Nio, ein chinesisches Elektroauto-Startup, verfolgt einen ganz anderen Ansatz.

Nio macht Tesla Konkurrenz: Akkutasch bei E-Autos in unter 3 Minuten

Die Chinesen bieten in ihren Elektroautos auswechselbare Batterien an. In nur 3 Minuten, so Golem, soll der leere Akku gegen einen vollen ausgetauscht werden können. Schneller ist nicht einmal Tanken mit konventionellen Kraftstoffen möglich. Dieses „Battery as a service“-Konzept lässt sich Nio allerdings auch bezahlen: Ähnlich wie bei Renault müssen Käufer eines Nio-Autos den Akku zu einem monatlichen Preis mieten. Umgerechnet sind das im Monat 130 Euro. Immerhin sinkt dafür aber auch der Einstiegspreis um rund 70.000 Yuan, was umgerechnet etwa 9.100 Euro entspricht.

Mit dem Nio ES8 feiert der Hersteller in diesem Jahr seinen Europastart. Das E-SUV kommt auf ähnliche Ausmaße wie ein Audi Q7 und soll mit einem 100 kWh großen Akku eine Reichweite von rund 500 Kilometern (nach WLTP) erreichen. Zuerst kommt der ES8 in Norwegen auf den Markt, laut Spiegel ist 2022 auch ein Launch in Deutschland geplant. Europäische Preise für das schicke E-Auto stehen noch nicht fest, im chinesischen Heimatmarkt von Nio kostet der ES8 in der Basisversion umgerechnet rund 57.000 Euro.

Um Elektroautos ranken sich viele Mythen:

Wechsel auf Elektromobilität könnte Deutschland viele Jobs kosten

Für Deutschland könnte der Wechsel auf die Elektromobilität massive wirtschaftliche Schäden mit sich ziehen. Nach einer Studie des Ifo-Instituts in München, die vom Verband der Automobilindustrie (VDA) in Auftrag gegeben wurde, könnten bis 2025 178.000 Beschäftigte in der Automobilindustrie ihren Job verlieren. Rund 137.000 direkt in der Autoindustrie, der Rest hingegen bei Zulieferern.

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