Größtes Bitcoin-Problem soll gelöst werden: Warum nicht gleich so?

Wer Bitcoin und Krypto hört, denkt wohl meist nicht zuerst an deren Probleme, sondern assoziiert zu aller erst die extreme Wertsteigerung manch digitaler Währung. Doch Bitcoin und Co. schaffen Probleme, die uns alle angehen. An der Lösung wird bereits gearbeitet.

„Crypto Climate Accord“: Bitcoin und Co. sollen grüner werden

Extreme Wertsteigerungen und ein vollkommen neues Zahlungsmittel, dazu sicher, anonym, digital – Bitcoin und andere Kryptowährungen erfüllen viele Kriterien, die heute an (digitale) Währungen gestellt werden. Aber all das gibt es zu einem Preis – nichts ist umsonst, vor allem Bitcoins sind es nicht, auch abseits von deren astronomischem Wert.

Denn zum Mining – der digitalen Herstellung – aber auch für Transaktionen mittels Krypto sind enorme Rechenleistungen von Computern zu erbringen. Die hohe Sicherheit und Verschlüsselung kommt nicht ohne jede Menge Strom aus, sodass sogar schon vom Ende des Bitcoins die Rede ist. Die Initiative „Crypto Climate Accord“ will das ändern und Kryptowährungen sowie andere Blockchain-Projekte „begrünen“. Es geht darum, digitale Projekte mit hohem Rechenbedarf nachhaltiger aufzustellen.

Dafür wollen die Akteure, die sich hinter dem „Krypto-Klima-Abkommen“ versammelt haben, mehrgleisig fahren. Verfahren sollen effizienter werden, weniger Strom verbrauchen. Man setzt sich ehrgeizige Ziele: Bis 2025 sollen alle Verfahren auf Basis der Blockchain-Technologie auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen umgestellt werden. 2040 dann solle die gesamte Krypto-Industrie emissionsfrei arbeiten, so die Forderung.

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Nachhaltige Technik? Warum denn eigentlich nicht gleich so?

Eine gute Idee, wie ich finde. So gut sogar, dass ich mich fragen muss, warum man es nicht gleich so macht? Wer den Klimaschutz ernst nimmt, müsste nicht nur bereits bestehende Technik überdenken und neu aufstellen, wie es etwa die Autoindustrie gerade tut. Für jede neue Technologie sollte vielmehr schon im Entstehen die Nachhaltigkeit Maßstab sein.

Ein tolles neues Gadget? Das bahnbrechende Automobil mit State-of-the-art-Technologie für autonomes Fahren? Ein noch größerer Smart-TV mit noch schärferem Bild, noch klareren Kontrasten? Überall dort könnte man schon gleich zu Anfang die Frage stellen: Ist dieses Produkt, diese Technologie oder diese Dienstleistung es wert, dafür die Umwelt wieder ein Stück mehr zu belasten? Und wenn nicht, kann man es anders machen?

Ich weiß, der Gedanke ist sehr idealistisch. Aber wenn Fridays für Future etwas gezeigt hat, dann dass es viele gibt, die so denken. Und hin und wieder gibt es ja auch einen Schritt in diese Richtung: Energielabel wie sie gerade im März erneuert wurden, sollen beispielsweise die Kundinnen und Kunden dahin leiten, energieeffiziente Geräte erkennen zu können und diese möglichst auch zu bevorzugen.

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